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Dieses & Jenes, September 2022 (Assange, Şimşek, PEN International & PEN Dahoam)

PEN Berlin bei PEN International

Radio Bremen, Gespräch von Kristin Hunfeld mit Eva Menasse, 1. Oktober 2022: »Ich habe erst hier, auf dem 88. Treffen des Internationalen Tagung PEN so richtig verstanden, was für eine historische und symbolische Kraft hinter diesem PEN-Gedanken steht. (…) Wir waren als Gäste eingeladen, konnten an allem teilnehmen hatten Rederecht, nur kein Stimmrecht. (…) Wir hatten alle unsere Papiere und alles, was für ein neues PEN-Zentrum gefordert wird, fertig. Aber die Vorbereitungszeit war zu kurz. Im Nachhinein denke ich, das war gar nicht schlecht.« AUDIO

DLF Kultur, Fazit, Bericht von Tomas Fitzel, 30. September 2022: »Für den letzten Schritt, die schnelle Anerkennung durch den PEN International, war man jedoch zu optimistisch: ›Diese drei Monate waren einfach zu kurz. Es sind auch andere auf der Warteliste und man wollte nicht den Eindruck erwecken, dass Deutschland wieder auf der Überholspur ist‹, berichtet Eva Menasse.« LINK und AUDIO

PEN Dahoam (Mitgliederversammlung)

Börsenblatt, Meldung, 19. September 2022: »Der im Juni neu gegründete Schriftstellerverband PEN Berlin hat in seiner ersten digitalen Versammlung am Samstag über neunzig Kolleg:innen zugewählt, darunter viele bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Auch die erste Stipendiatin des PEN Berlins wurde aufgenommen.« LINK

DLF, Kultur Heute, Gespräch von Jörg Biesler mit Ralf Nestmeyer, 19. September 2022: »Der Zuwachs zeigt, dass ein großes Interesse am PEN Berlin steht. Wir sind jetzt von 370 auf 460 Mitglieder gekommen. Ganz viele Mitglieder sind neu dabei, die waren vorher in keinem PEN-Zentrum.« LINK und AUDIO

Süddeutsche Zeitung Magazin, Interview mit Nora Bossong, Lukas Rietzschel, Sasha Marianna Salzmann, Deniz Utlu und Senthuran Varatharajah anlässlich des Geburtstages der Gruppe 47, 15. September 2022: »[Bossong:] ›Eine Gruppe 47, wie sie damals war, würde ich mir auf keinen Fall wünschen. (…) Wichtig wäre mir, differenziert auf die Gruppe zu schauen: Ingeborg Bachmann hatte eine andere Position und politische Haltung in den Jahren bis 1945 als andere Teilnehmer. Meine Antwort auf die Frage nach einem Schriftstellerverband ist im Moment der PEN Berlin.‹« LINK [€]

Ein Abend für Julian Assange (am 12. September 2022 im Kino Babylon in Berlin)

taz, Bericht von Valentin Wölflmaier, 12. September 2022: »›Wir haben allen Grund zu befürchten, dass dieser Justizskandal seine Fortsetzung findet‹, sagt Deniz Yücel. (…) Es gehe dabei nicht um Idealisierung, sagt Yücel, sondern um ›das Schicksal eines Menschen, der seit elf Jahren den Preis dafür bezahlt, dass er über Kriegsverbrechen aufgeklärt hat‹.« LINK

RBB Kultur, Der Tag, Gespräch mit Deniz Yücel, 12. September 2022: »Ich habe nur ein Jahr im Gefängnis gesessen. (…) Was mich irritiert: Die Haftbedingungen, denen ich ausgesetzt war, waren nicht so schlimm wie die Bedingungen, unter denen Assange sitzt. (…) Und ich war in der Türkei, nicht in Großbritannien, einem Gründungsmitglied der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft.« LINK und AUDIO

Theodor-Kramer-Preis für Meral Şimşek

Dankesrede von Meral Şimşek bei der Preisverleihung am 9. September 2022 in Niederhollabrunn (Österreich): »Ich möchte meiner Mutter Xece, meiner Schwester Mülkiye Doğan, die 1993 im Urfa-Gefängnis ermordet wurde, und meinem Bruder Akif Doğan, der kein Grab hat, dafür danken, dass sie mich gelehrt haben, auf diese Weise Widerstand zu leisten. Ich widme den Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil, den ich heute Abend erhalten habe, allen Frauen Kurdistans, die während des türkischen, arabischen und persischen Kolonialismus getötet und vergewaltigt wurden und werden, und die in Gefängnissen, im Exil und in den Bergen Widerstand leisten.« LINK

Grußwort von Deniz Yücel zum Theodor-Kramer-Preis für Meral Şimşek: »Noch wichtiger als eine feierliche Ehrung und Preisgeld ist die Entscheidung der Theodor-Kramer-Gesellschaft, eine Übersetzung von Meral Şimşeks Werken in die Wege zu leiten. Denn nichts IST für verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller so wichtig wie die Möglichkeit, sich an ihr Publikum wenden zu können – auch über Sprachbarrieren hinweg.« LINK

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