Medien

März 2026: Heimat-Gesprächsreihe: »Ist das noch|schon mein Land?«

Heimat
Christoph Schmitz (Mod.), Lena Endesfelder & Stephan Grünewald. Bernkastel-Kues, Cusanus-Geburtshaus, 04.03.2026 | Foto: PEN Berlin

Autohaus.de, Bericht aus Diez, 6. März 2026: »Die vom Autohaus S&R etablierte ›S&R Kulturbühne‹ hat eine der abwechslungsreichsten Wochen ihrer jüngeren Geschichte erlebt. Zwischen gesellschaftspolitischem Austausch, regionaler Pop‑Kultur und bayerischem Kabarett zeigte das Haus, wie breit es kulturelle Impulse setzen kann. Zum Auftakt lud der PEN Berlin zu einer offenen Debatte über die Frage ›Was bedeutet Heimat heute?‹. Die Autorinnen und Autoren Deniz Yücel, Jürgen Kaube, Ursula Krechel und Lars Hennemann diskutierten gemeinsam mit dem Publikum über Identität und Zugehörigkeit – ein Abend, der bewusst die klassische Trennung zwischen Bühne und Saal auflöste und intensive Gespräche ermöglichte.« LINK

Wormser Zeitung, Vorbericht von Franziska Vollstedt, 6. März 2026: »All das lasse sich bündeln als ›Angst vor dem Verlust des Vertrauten, vor dem Verlust von Heimat‹. (…) PEN Berlin habe sich bewusst für verschiedene Orte des gesellschaftlichen Lebens entschieden, um möglichst verschiedene Menschen und Perspektiven zusammenzubringen. Neben Literaturhäusern und Theatern gehören für Yücel auch Kirchen, Synagogen oder Moscheen dazu.« LINK und PDF

Heimat
Andreas Rödder, Sabrina Hoffmann, Yannic Han Biao Federer (v.l.n.r.), Kulturwerk Wissen, 3.3.2026 | Foto: Elmar Hering

Rhein-Lahn-Zeitung, Bericht von Elmar Hering aus Wissen, 5. März 2026: »Andreas Rödder bedauerte die ›Ideologisierung von Heimat‹ und erinnerte an die Phase vor 2015, als sich Deutschland entspannt mit seinem Wesen als Einwanderungsland auseinandergesetzt habe. Yannic Federer richtete den Blick derweil noch weiter zurück, für ihn gehören auch Kolonialismus und Nazizeit zur vielschichtigen Heimatdiskussion. Politische Vereinnahmung, biologistische Abgrenzungen und Migrationsforderungen sind keine neuen Forderungen. Zum Schluss fand die Diskussion zu einer Art appellierender Definition: ›Heimat ist, wenn wir es gemeinsam schaffen, dass wir uns gemeinsam heimisch fühlen‹, schloss Federer.« LINK und PDF

Heimat
Michael Roth, Harald Martenstein, Katja Gloger (Mod.) (v.l.n.r.). Theater Koblenz, 28. 02.2026 | Foto: PEN Berlin

AK-Kurier, Bericht von Klaus Köhnen aus Wissen, 4. März 2026: »Prof. Dr. Andreas Rödder, der in Wissen geboren wurde, beschrieb seine Sicht auf den Begriff ›Heimat‹ mit dem Hinweis darauf, dass es diesen nur im Deutschen gebe und er sich kaum übersetzen ließe. Manchmal wünsche er ›anderen‹ Ländern, sie hätten einen ähnlichen Begriff. (…) Yannic Han Biao Federer, ein Schriftsteller mit chinesisch-indonesisch-deutschen Wurzeln, beschrieb den Begriff zunächst als Haus, dass er auch als ›Heim‹ bezeichnete. (…) Durch die Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, rund 50 Besucher waren erschienen, wurde die Diskussion dann, wie die Diskutanten und die Moderatorin feststellten, wieder in die politische ›Schiene‹ verschoben. LINK und PDF

Heimat
Lars Hennemann, Ursula Krechel und Jürgen Kaube (v.l.n.r.). S+R Autohaus, Diez, 2.3.2026 | Foto: PEN Berlin

Rhein-Zeitung, Bericht von Dirk Eberz aus Diez, 3. März 2026: »Der Veranstalter nehmen einen großen Anlauf (…) Und sie treffen einen Nerv. Oftmals als bloße Volkstümelei abgetan, ist den Menschen in der Region ihre Heimat wichtig. Ganz im Sinne der Reihe ›Ist das noch/schon unser Land?‹ Die Antwort an diesem lebhaften Abend lautet: jein. Unter den Zuschauern melden sich auch erstaunlich viele Zuhörer mit innerdeutschem Migrationshintergrund zu Wort – Bayern, Ostfriesen, Sauerländer. Der eine oder andere ist immer ein Zugezogener geblieben. Gerade auf dem Land. Heimat kann also auch ausgrenzen. Auf dem hochkarätig besetzten Podium entwickelt sich im Anschluss ein Diskurs auf hohem intellektuellem Niveau. Auf der alten Hebebühne des benachbarten Autohauses haben neben Moderator Lars Hennemann, Chefredakteur unserer Zeitung, die Schriftstellerin Ursula Krechel und FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube Platz genommen, um den ›Heimat‹-Begriff aus ihrer persönlichen Sicht zu sezieren.« LINK [€]

Heimat
Deniz Yücel, Kristina Schröder. Ludwigshafen, Kulturzentrum dasHaus, 27.02.2026 | Foto: Udo Herrmann

Trierischer Volksfreund, Vorbericht von Katharina De Mos zu den Veranstaltungen in der Region Mosel/Eifel, 1. März 2026: »Ziel der Diskussionen ist es, in einer Zeit der Unsicherheit, in einer Zeit, in der viele Menschen den Verlust von Sicherheit, von Vertrautem, von Heimat fürchten, wirklich miteinander ins Gespräch zu kommen. Und andere Ansichten und Widersprüche einfach mal auszuhalten. ›Kommunikation ist die Grundlage dafür, dass Demokratie überhaupt funktioniert‹, sagt Yücel. Neben den Podiumsgästen steht daher das Publikum im Zentrum der Abende, das sich mit seinen eigenen Gedanken ›ohne Angst vor der freien Rede‹ einbringen soll. ›Wir stellen keine Verbotsschilder auf‹, verspricht der Journalist. Aber warum das Thema Heimat? ›Heimat, das ein interessanter, ein schöner Begriff, auch ein weiter Begriff‹, sagt Yücel. Zum einen könne man diesen persönlich auslegen oder philosophisch. ›Auf der einen Seite ist Heimat aber auch ein hochpolitischer Begriff.‹« LINK [€] und PDF

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