PEN Berlin auf der Leipziger Buchmesse 2024

 

 

KI und Literatur
Donnerstag, 21. März, 10:30 Uhr | BKM | Halle 2, Stand B401
Podiumsgespräch mit: Hannes Bajohr (Schriftsteller, Literaturwissenschaftler), Isabel Fargo Cole (Schriftstellerin, Übersetzerin), Valerie Fritsch (Schriftstellerin). Moderation: Dana Grigorcea (Schriftstellerin, Board PEN Berlin)

Natürlich birgt Künstliche Intelligenz auch für die Literatur Gefahren – wie steht es mit Urheberrechten, Originalität und dem unberechenbaren menschlichen Anteil? Aber kann umgekehrt Künstliche Intelligenz Schriftsteller:innen auch als Werkzeug dienen, um neue kreative Prozesse und unbekannte narrative Pfade zu erkunden? Entstehen sogar neue Genres? Über diese Fragen diskutieren Hannes Bajohr, der sich mit dem poetischen Potential von KI-generierter Literatur beschäftigt, Isabel Cole, die ein Manifest für menschliche Sprache mitverfasst hat und Valerie Fritsch, die für ihre Romane auf die Nähe und Seltsamkeit analoger Recherche setzt.

 

Wie utopisch ist der Frieden?
Donnerstag, 21. März, 14:15 Uhr | Forum Offene Gesellschaft | Halle 2, Stand E600
Omri Boehm (Philosoph, Träger des Leipziger Preises für Europäische Verständigung 2024) im Gespräch mit Daniel-Dylan Böhmer (Journalist, Welt)

Nicht erst seit der jüngsten blutigen Eskalation in Israel und Palästina ist der Philosoph Omri Boehm ein viel gefragter Gesprächspartner. Im Sinne Immanuel Kants versucht er jene universellen Werte zu definieren, die zu allen Zeiten und für alle Konflikte gelten müssen. So konstatiert er aktuell ein schweres moralisches Versagen: Auf der Seite der globalen, postkolonialen Linken, die den niederträchtigsten Terror nicht angemessen zu verurteilen schafft, ebenso wie auf Seiten des sogenannten Westens, der seiner Verantwortung für die palästinensische Zivilbevölkerung nicht hinreichend nachkommt. Über die “moralische Wasserscheide” seit dem 7. Oktober und einen Frieden für die Region, der derzeit utopisch erscheint, diskutiert Boehm mit dem Journalisten und Daniel-Dylan Böhmer, einem profunden Kenner der Region.

Wie Rechte reden – Die Landtagswahlen im Osten und die AfD
Sonntag, 24. März, 11:25 Uhr | Forum Offene Gesellschaft | Halle 2, Stand E600
Podiumsgespräch mit: Stephan Anpalagan (Publizist), Miku Sophie Kühmel (Schriftstellerin) Max Annas (Schriftsteller). Moderation: Sophie Sumburane (Schriftstellerin, Board PEN Berlin)

Kurz nach dem Einzug der AfD in den Bundestag verkündete ihr kulturpolitischer Sprecher eines ihrer Ziele: „Den Kulturbetrieb entsiffen“. Führende Mitglieder der Partei und ihres intellektuellen Umfelds träumen von einem gesäuberten Kulturbetrieb und einer gesäuberten Gesellschaft. Die völkischen Phantasien drücken sich auch in Sprache und Begriffen aus (“Messermänner, Kopftuchmädchen, Flüchtlingsflut”) – aber wie beeinflusst Sprache die Radikalisierung? Was können andererseits Sprache und Literatur im Kampf gegen den Rechtsextremismus ausrichten? Wie viel Verfassungsfeindlichkeit muss der Rechtstaat aushalten, wie stark sind Toleranz und Freiheit? Was droht in Sachsen und Thüringen bei einem Wahlsieg der AfD? Hilft nur noch ein Verbot, und ist das überhaupt sinnvoll?

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