Coverage

[This part only in German available]

Doing things, November/December 2022  (Kongress, Manning, Iran) 

Before the congress »The Trick To Keep On Talking« on 2. Dezember

Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bericht von Can Merey, 2. Dezember 2022: »Der Sprecher der Schriftstellervereinigung PEN Berlin, der Welt-Journalist Deniz Yücel, hat sich für die Lieferung von schweren Waffen wie Kampfpanzern durch Deutschland an die Ukraine ausgesprochen. ›Selbstverständlich bin ich dafür, weil der Faschismus noch nie mit Worten allein zu besiegen war‹, sagte Yücel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor dem ersten Kongress des PEN Berlin an diesem Freitag. Er habe Respekt für pazifistische Positionen. ›Aber ich bin der Ansicht, dass Freiheit und Frieden manchmal mit Waffen verteidigt werden müssen.‹ Der 49-Jährige unterstrich, das sei seine Position, nicht die des PEN Berlin.« LINK 

Welt, Interview von Mladen Gladic mit Eva Menasse, 1. Dezember 2022: »Wir wollten Themen behandeln, die wir wichtig finden und die wir gut und prominent aus unserer Mitgliederschaft bespielen können. Die Ukraine musste dabei sein, wir wollten das aber ausweiten. Dass unsere Stipendiatin Meral Simşek teilnimmt, ist uns wichtig. Und auch Michel Friedman, der gerade sein so privates biografisches Buch veröffentlicht hat. Das ›Gewalt, Erinnerung, Literatur‹-Podium ist so konzentriert wie literarisch.« LINK

Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, Gespräch von Korbinian Frenzel mit Eva Menasse, 1. Dezember 2022: [Frenzel:] »Ich liebe ja das Motto, das Sie gefunden haben, ich würde es am liebsten klauen als neues Motto für diese Sendung: ›Der Trick ist zu reden‹.« – [Menasse:] »Ja, das ist ein großartiges Motto von unserer Mottokünstlerin Simone Buchholz, (…) auch unser Motto PEN Berlin-Motto ›Wir stehen im Wort‹ ist von Simone Buchholz. Aber das ist auch ein Moto für die Zeit, in der wir leben: die Verbitterung, der Stress, das Handgemenge auf Twitter und anderen sozialen Medienplattformen. Der Trick ist zu reden, der Trick ist nicht zu twittern und zu schreien und sich zu schimpfen, sondern zu reden. Und damit müssen wir immer weitermachen.« AUDIO: Ausschnitt über PEN Berlin und Kongress und ganzes Sendung (Gespräch u.a. über Ukraine-Krieg, Klima-Aktivist:innen und Rilke) 

taz, Interview von Friederike Gräff mit Ursula Krechel, 1. Dezember 2022: »Bei uns selbst zumindest ist es nicht die Erwartungshaltung, sich zu zeigen, sondern die Freude in diesem halben Jahr, seit es uns gibt, sehr viel erreicht zu haben. Das bedeutet konkret, sehr viele neue Mitglieder gewonnen zu haben, die vorher nirgendwo organisiert waren. Es sind Leute, die sagen, genau einen solchen Zusammenschluss hat es gebraucht. Einen Zusammenschluss von denjenigen, die nach Deutschland gekommen sind und Schutz gesucht haben, und denjenigen, die den Schutz bieten können. Das ist die Freude und das ist die Intensität.« LINK

Berliner Zeitung, Bericht von Cornelia Geißler, 30. November 2022: »Vom Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg stammt der Satz: ›Es gibt keinen Frieden ohne Konfliktfähigkeit.‹ Er hat ihn vor 41 Jahren in einem Hotel-Hochhaus am Alexanderplatz ausgesprochen, bei der ›Berliner Begegnung zur Friedensförderung‹. Wenn die Schriftstellervereinigung PEN Berlin ihren ersten Kongress am Freitag den Titel ›Der Trick ist zu reden‹ gibt, wirkt das zufällig wie eine späte Antwort auf jenen Satz.« LINK

Talk with Chelsea Manning on November 24 at the taz-Kantine

Rheinische Post, Bericht von Elena Eggert, 25. November 2022: »Mannings Geschichte wendet sich zum Positiven, doch dafür zahlte sie einen hohen Preis. Warum sie rund 400.000 geheime Dokumente aus dem Irak schmuggelte und veröffentlichte? Manning glaubte an das öffentliche Interesse an dem, was im Irak vorging und wollte Transparenz schaffen. Und sie ist Optimistin. Die Welt stehe beispielsweise mit Blick auf die Klimakrise vor großen Herausforderungen, aber die Menschheit könne diese überwinden, davon ist Manning überzeugt.« LINK [€]

taz, Bericht von Paula Gaess, 24. November 2022: »Doch die Aufmerksamkeit in Deutschland lässt zu wünschen übrig – auf politischer, gesellschaftlicher und medialer Ebene. Darin sind sich die Gäste im Studio R einig. Neben iranischen Aktivistinnen wie Shadi Amin saßen unter anderem der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah und die kommissarische Frankfurter Oberbürgermeisterin von den Grünen Nargess Eskandari-Grünberg auf dem Podium. Ihre Kritik an der deutschen Politik ist scharf. „Es gibt einen Grund, warum Deutschland schweigt. Die europäische Union hat lange bewusst versucht, das Atomabkommen mit dem Iran zu retten“, stellt der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai fest. Über Wochen hinweg äußerte sich die Bundesregierung nicht zu der Situation im Iran.« LINK

Mitschnitt der Veranstaltung mit Chelsea Manning (moderiert von Aron Boks und Ruth Fuentes, Begrüßung von Deniz Yücel

Panel »Azadî in Progress« on November 22 at the Maxim Gorki Theatre

taz, Bericht von Paula Gaess, 24. November 2022: »Die Aufmerksamkeit in Deutschland lässt zu wünschen übrig – auf politischer, gesellschaftlicher und medialer Ebene. Darin sind sich die Gäste im Studio R einig. Neben iranischen Aktivistinnen wie Shadi Amin saßen unter anderem der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah und die kommissarische Frankfurter Oberbürgermeisterin von den Grünen Nargess Eskandari-Grünberg auf dem Podium. Ihre Kritik an der deutschen Politik ist scharf. „Es gibt einen Grund, warum Deutschland schweigt. Die europäische Union hat lange bewusst versucht, das Atomabkommen mit dem Iran zu retten“, stellt der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai fest. Über Wochen hinweg äußerte sich die Bundesregierung nicht zu der Situation im Iran.« LINK

Radio 1, Gespräch mit Nargess Eskandari-Grünberg (Frankfurter Oberbürgermeisterin und Podiumsgast), 22. November 2022: »Homosexualität, Queersein, heißt Todesstrafe für diese Menschen. Dieses Regime verweigert jeglichem Anderssein jegliche Rechte.« AUDIO

RBB Kultur, Der Tag, Gespräch von Frank Meyer mit Ronya Othmann, 21. November 2022: »Die Menschen [im Iran] beobachten sehr wohl, wie man hier in Europa, hier in Deutschland über die Proteste spricht. Und es kommen immer wieder Nachrichten aus dem Iran, die sagen: ›Vergesst uns nicht, schaut auf uns! Wenn ihr aufhört, darüber zu sprechen, geht das Morden erst richtig los.‹« AUDIO

PEN Berlin in generell

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, Interview von Ortwin Rainer Bonfert mit Alexandru Bulucz, 25. November 2022: »Wenn schon mir – mit einem der wertvollsten Pässe der Welt, nämlich dem deutschen – mulmig ist bei Grenzübertritten oder während bestimmter Aufenthalte, wie in der Türkei, wie muss es erst schreibenden Kolleginnen und Kollegen ergehen, die in Ihrer jeweiligen Heimat mit Publikationsverbot belegt werden, isoliert, unterdrückt … mit Gefängnis und Schlimmerem rechnen müssen, nur weil sie nach bestem Wissen und Gewissen handeln und schreiben? Ihnen gilt das soziale Engagement.« LINK

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