PEN Berlin: Kampagnen

Charkiw & Türkei, Sansal & Assagen: Kampagnen des PEN Berlin 

Überblick über laufende und beendete Kampagnen

 

Boualem Sansal
PEN Berlin’s protest at the world’s leading travel trade fair (ITB Berlin). With Banner: Alexandru Bulucz, Deniz Yücel, behind: Thea Dorn, Birgit Schmitz, Joachim Helfer, 04.03.2025 | Screenshot

Free Boualem Sansal [2024/25]

DLF Kultur, 4. März 2025: »Mitglieder der Autorenvereinigung PEN Berlin demonstrierten vor dem Algerien-Messestand für die Freilassung von Boualem Sansal, dem französisch-algerischen Schriftsteller, der seit fast drei Wochen im Hungerstreik ist. (…) Für Daniel Kehlmann, einem der erfolgreichsten Romanautoren im deutschsprachigen Raum, ist Solidarität selbstverständlich. [Er] spricht von einem harmlosen Satz mit bösen Folgen: ›Der harmlose Satz war der, dass seiner Meinung nach die Westsahara traditionell eher zu Marokko gehört als zu Algerien. Für einen solchen Satz, eigentlich eine Interpretation historischer Verhältnisse, wo man nun eine Diskussion führen könnte, wenn man Lust hat, wurde er wegen Hochverrates verhaftet und es dauerte eine Weile bis man überhaupt erfuhr, dass er im Gefängnis war.‹« MEHR ZUR KAMPAGNE BOUALEM SANSAL


Türkei Journalismus
Grafik: Ballhaus West

Spendenkampagne für unabhängige Medien in der Türkei [2025]
Journalismus ist kein Verbrechen. Und nicht umsonst.

Niemand kann den Menschen in der Türkei den Kampf um Presse- und Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit abnehmen. Aber wir können an ihrer Seite stehen. Darum startet PEN Berlin mit Unterstützung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger, des Deutschen Journalisten-Verbands, der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di, des KulturForums TürkeiDeutschland, des Medienverbands der freien Presse, Reporter ohne Grenzen, der taz Panter Stiftung und der Gewerkschaft ver.di diese Spendenkampagne für unabhängige Medien in der Türkei:
»JOURNALISMUS IST KEIN VERBRECHEN. UND NICHT UMSONST«


Saman Yasin
Saman Yasin und Freunde bei seiner Ankunft in Berlin | Foto: PEN Berlin

Free Free Toomaj, Free Saman [2023–25]

Mit großer Freude und Erleichterung gibt der PEN Berlin bekannt, dass sein Ehrenmitglied Saman Yasin gestern in Berlin angekommen ist. Der aus dem kurdischen Teil Irans stammende Rapper war seit Oktober 2022 wegen seiner regimekritischen Texte inhaftiert. […] PEN Berlin-Boardmitglied Joachim Helfer sagt: »Saman Yasin ist endlich frei, unser anderes iranisches Ehrenmitglied Toomaj Salehi ist es seit Dezember 2024. Das ist vermutlich eine Folge der kritischen Situation, in der sich die Islamische Republik Iran derzeit befindet. Es zeigt aber auch, dass internationale Solidarität und der Einsatz für Menschenrechte etwas bewirken können.«
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Feuerwehrautos Charkiw
Serhij Zhadan, seine Tochter (die nur über Weihnachten in Charkiw war), Michael Bockelkamp, Liane Bednarz, Dennis Metzler, Deniz Yücel bei der Ankunft am 7. Januar | Foto: PEN Berlin

Feuerwehrautos für Charkiw [2022/23]

Anfang Januar 2023 haben Liane Bednarz, Mitinitiatorin der Kampagne, und Deniz Yücel, Sprecher des PEN Berlin, zwei Rüstfahrzeuge und weitere Hilfsgüter im Wert von rund 167.000 Euro in Charkiw an Serhij Zhadan übergeben. Über die genaue Verwendung der seither eingetroffenen Spendengelder sind wir im Gespräch mit unseren ukrainischen Partnern. Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die die Kampagne so großzügig unterstützt haben. Die Kampagne »Feuerwehrautos für Charkiw« endet zum 28. Februar 2023. Spenden, die danach mit dem Stichwort »Ukraine« bei uns eintreffen, werden wir in Absprache mit Serhij Zhadan zur Unterstützung der Zivilbevölkerung verwenden.
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Julian Assange
Boardmitglied Joachim Helfer spricht über Julian Assange. PEN-Berlin-Kongress, 16.12.2023, Festsaal Kreuzberg | Foto: Ali Ghandtschi

Free Julian Assange [2022–24]

Endlich – Julian Assange, der am längsten in Unfreiheit befindliche politische Gefangene der westlichen Welt, ist frei und auf dem Weg in seine Heimat Australien. Mit größtmöglicher Erleichterung begrüßt PEN Berlin die Freilassung seines Ehrenmitglieds. Bei aller Freude und allem Verständnis für Assanges Entscheidung, sich auf diesen Deal mit den US-Behörden einzulassen, halten wir fest: Einem Menschen wurden 14 Jahre seines Lebens gestohlen, während gegen die Verantwortlichen für die Kriegsverbrechen in Afghanistan und Irak niemals auch nur Anklage erhoben wurde. Dass nach all diesen Jahren von exzessiver Strafverfolgung ein Deal gemacht werden musste, um die USA ihr »Gesicht wahren« zu lassen, bedeutet nichts Gutes für den Stellenwert der Pressefreiheit auch in der westlichen Welt.
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