Rapper im Iran hingerichtet – PEN Berlin lädt zum »Abend für den Iran«

Pressemitteilung vom 8. September 2026

Rapper im Iran hingerichtet – PEN Berlin lädt zum »Abend für den Iran«

Mahnam Navab Safavi
Graphik: PEN Berlin

Der 21-jährige iranische Rapper Erfan Mirzaei wurde am Sonntag in Iran staatlich ermordet. Er war im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres verhaftet und laut seinen Angehörigen dort schwer gefoltert worden. Noch ist unklar, ob er durch den Galgen hingerichtet oder unter Folter getötet worden ist. Sein Schicksal steht für die dramatische Verschärfung der Repression in der Islamischen Republik Iran.

Darum wird es an diesem Freitagabend im Haus der Berliner Festspiele gehen. Und nicht nur das. In Kooperation mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin möchten wir, die Autorenvereinigung PEN Berlin, nicht nur auf die Untaten des Regimes aufmerksam machen und über die aktuelle Lage nach den amerikanisch-israelischen Militärangriffen sprechen. Wir möchten auch die mutigen Menschen würdigen, die diesem Regime weiterhin trotzen. Und wir möchten die iranische Literatur feiern.

Unter anderem wird der iranische Rapper Behrad Alikonari auftreten, der während der »Frau Leben Freiheit«-Proteste 2022 im Iran festgenommen, schwer gefoltert wurde und nur knapp der Todesstrafe entkam. Heute lebt er im Exil. Dass Alikonari an diesem Abend selbst auf der Bühne steht und rappt, bekommt angesichts der Hinrichtung von Erfan Mirzaei eine besondere Dringlichkeit.

»Während die Bundesregierung zur Menschenrechtslage in Iran schweigt und einen Tunnelblick auf die Straße von Hormuz hat, verschärft das iranische Regime seine Repression in dramatischem Ausmaß. Es braucht viel mehr Sichtbarkeit für die Freiheitsbewegung in Iran«, sagte Daniela Sepehri, Boardmitglied von PEN Berlin.

Der »Abend für den Iran« im Haus der Berliner Festspiele widmet sich der aktuellen Situation, der Rolle von Autor:innen und Künstler.innen in der Freiheitsbewegung sowie den politischen und globalen Folgen des Krieges. Es sprechen Shida Bazyar, Ronya Othmann, Aidin Halimi, Michel Abdollahi, Daniela Sepehri, Omid Nouripour und Ali Fathollah-Nejad. Die im Exil lebende Lyrikerin und PEN Berlin-Stipendiatin Mahtab Yaghma, die 2024 ebenfalls nur knapp der Todesstrafe entkam, berichtet von ihren Erfahrungen.

Die Eröffnungsrede hält Deniz Yücel, die Moderation übernehmen Bascha Mika und Linn Penelope Rieger.

STEHT AM ENDE DIE FREIHEIT – EIN ABEND FÜR DEN IRAN

Freitag, 11. September | 19:30 Uhr
Haus der Berliner Festspiele | Große Bühne
Schaperstraße 24 | 10719 Berlin

Mit Michel Abdollahi, Shida Bazyar, Ali Fathollah-Nejad, Aidin Halimi, Omid Nouripour, Ronya Othmann, Daniela Sepehri und Mahtab Yaghma.

Musik: Behrad Alikonari
Eröffnungsrede: Deniz Yücel
Moderation: Bascha Mika und Linn Penelope Rieger

PEN Berlin. Wir stehen im Wort.

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