Pressemitteilung vom 27. Oktober 2026
Geht’s noch? Können wir noch miteinander reden?
Wenn Jürgen Habermas mit seinem Befund recht hat, dass sich demokratische Legitimation nicht allein aus Wahlen und Abstimmungen ableitet, sondern auch aus dem Prozess der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung, der ihnen vorausgeht, dann ist die Demokratie in Deutschland – sind die Demokratien der westlichen Welt – hochgradig gefährdet. Weniger durch die Existenz politischer Konflikte, aber umso mehr durch die Unfähigkeit, diese Konflikte innerhalb eines verbindlichen gemeinsamen demokratischen Rahmens auszutragen.
Geht das gerade überhaupt noch? Können Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten noch miteinander reden? Was hat sich in den vergangenen Jahren geändert? Gibt es Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland? Und welche Auswege gibt es?
Die Autorenvereinigung PEN Berlin lädt zur Diskussion über diese Fragen ein. Mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, dem Publizisten Mathias Brodkorb, der Schriftstellerin Paula Fürstenberg und dem Journalisten und PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel. Diese Veranstaltung bildet zugleich den Abschluss der Gesprächsreihe zum Thema »Heimat«, die PEN Berlin unter dem Titel »Ist das noch|schon mein Land« im Jahr 2026 mit 80 Veranstaltungen und 243 Mitwirkenden im Vorfeld der Landtagswahlen in fünf Bundesländern (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin) durchgeführt hat.
»Geht’s noch?«
Sonntag, 1. November 2026, 15 Uhr
Berliner Ensemble, Neues Haus
PEN Berlin. Wir stehen im Wort.
