Medienberichte und Interviews

Schwarzwälder Bote, Interview von Roland Stöß mit Florian Fuchs, Vorsitzender des Kleinkunstvereins »Kleine Bühne«, 10. Februar 2026. »Wenn PEN Berlin, also die wichtigste Schriftstellervereinigung im Land, bei uns anfragt, ob wir eine Podiumsdiskussion zum Thema Heimat – Integration – Demokratie abhalten wollen, dann sagen wir natürlich nicht nein. Wir, das ist die Kleine Bühne Calw e. V. und unser Kooperationspartner VHS, sind unheimlich stolz, dass der PEN Berlin, insbesondere Deniz Yücel, gerade bei uns nachgefragt haben.« MEHR

3sat, Kulturzeit, Beitrag von Dorothea Dörner, 3. Februar 2026. In Lörrach diskutierten im Rahmen der PEN-Berlin-Gesprächsreihe »Ist das noch|schon mein Land?« die Journalistinnen Julia Ruhs (Bayerischer Rundfunk) und Doris Akrap (taz) mit Moderator Matthias Zeller. Julia Ruhs glaubt, dass viele Menschen »Angst haben, dass sie ihre Kultur verlieren«. Doris Akrap: »Als Kind dachte ich, Heimat ist da, wo Heidi wohnt«. PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel über die Reihe: »Zum einen ist Heimat natürlich in Deutschland, wie so vieles andere auch, historisch nicht unbelastet. Aber es ist ein Begriff, den man auch positiv wenden kann. (…) Heimat bedeutet Sicherheit.« LINK
Rhein-Neckar-Zeitung, Bericht von Ingrid Thoms-Hoffmann, 29. Januar 2026. »Die politische Diskussion geriet in Gefahr, aus dem Ruder zu laufen. Wo blieb die Heimat? Erst als sich das Auditorium, leicht verärgert ob der politischen Abschweifungen, einmischte, kehrten die Diskutanten auf dem Podium zum eigentlichen Diskussionspunkt zurück. Dabei kamen gerade aus der Mitte des Publikums nachdenkenswerte Vorschläge. ›Wir müssen Begriffe wie Integration neu denken‹, mahnte eine ältere Dame. Sollen fremde Menschen hier eine Heimat finden, sollten wir uns fragen, wie wir mit zwei Kulturen umgehen. ›Wir müssen bereit sein, den Zwiespalt bei uns auszuhalten‹, forderte sie ein. Ein anderer Zuhörer bekannte: ›Deutschland war nie mein Land, weil es keine Durchlässigkeit der gesellschaftlich abgegrenzten Schichten gibt.‹ Klaus Welzel griff den Aspekt auf und ergänzte mit der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann: ›Das Ich muss seinen Platz im Wir finden.‹« LINK [€]

Mannheimer Morgen, Bericht von Stefan M. Dettlinger, 27. Januar 2026. »Unterhaltsam ist die vom PEN Berlin veranstaltete Diskussionsreihe zum Thema Heimat am Montagabend im Alten Kino Franklin in Mannheim gestartet. Aron Boks, einer der Moderatoren der Veranstaltung, begann den Abend partizipativ mit einfachen Fragen ans Publikum, die zwischen bitterem Ernst und augenzwinkernder Oberfläche changierten. (…) Dorn erinnerte an den Philosophen Bernhard Waldenfels, in dessen Theorie die Heimwelt und die Fremdwelt eine große Rolle gespielt hatten. Seien die beiden Welten nicht gut austariert, entstehe Angst, sagte die Philosophin. (…) NTM-Schauspielintendant Christian Holtzhauer kann die Veranstaltung als Erfolg verbuchen. Das Publikum hat aktiv mitgewirkt, was Michel Friedman Hoffnung machen sollte. Denn Moderator Stiller forderte Friedmans Mahnungen aufnehmend am Ende: ›Bleiben wir wachsam, werden wir aktiv!‹« LINK [€]
Stuttgarter Zeitung, Bericht von Tim Schleider, 27. Januar 2026. »Das besondere an den PEN-Veranstaltungen soll dabei sein, dass es nicht nur ein prominent besetztes Podium gibt, sondern von Anfang an auch das Publikum die Diskussion mitführen soll.« LINK
Mannheimer Morgen, Bericht von Martin Vögele, 27. Januar 2026. »Ein Gespräch zum (Ausgangs-)Thema Heimat, mit Thea Dorn, Co-Sprecherin von PEN Berlin, Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin bei „Das Literarische Quartett“. Mit Michel Friedman, Publizist, Jurist und Philosoph, der in den 90ern im Bundesvorstand der CDU und von 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses war. Und vor allem auch: mit dem Publikum, das die von Journalist Stefan Siller moderierte Diskussion im Alten Kino Franklin durch seine Beteiligung entscheidend mitprägen sollte. Wobei PEN-Berlin-Gründungsmitglied Aron Boks und -Co-Sprecher Deniz Yücel die Fragen, Anmerkungen und Positionen des Publikums mit dem Mikrofon einfingen. Mit dem Publikum haben aber auch wir uns unterhalten, haben die Besucherinnen und Besucher vor und nach der Veranstaltung gefragt, was sie dazu bewogen hat, hierherzukommen, wie sie diesen Abend erlebt und was sie daraus mitgenommen haben.« LINK [€]
Rhein-Neckar-Zeitung, Interview von Alexander Wenisch mit Ijoma Mangold, 26. Januar 2026. »Geboren und aufgewachsen bin ich in Heidelberg. Heidelberg steht für meine Kindheit und Jugend. Solange man als Kind in der Welt lebt, in der man aufwächst, hat man eigentlich noch gar kein Heimatgefühl – es ist einfach selbstverständlich. So wie das Wasser für den Fisch: Er denkt nicht darüber nach, weil er sich ein Leben außerhalb des Wassers gar nicht vorstellen kann. Erst in dem Moment, in dem man dieses Geburtsbiotop verlässt und in die Ferne zieht, schärft sich – zumindest war das bei mir so – ein Bewusstsein dafür, wie sehr man geprägt ist: von der Region, der Mentalität, dem Dialekt und natürlich dem Pfälzer Wein, den ich sehr schätze. Mit der Entfernung von Heidelberg wurde mir erst klar, wie sehr ich daran hänge. Das ist natürlich bequem, weil man in der Ferne leicht dazu neigt, alles zu verklären und sich danach zurückzusehnen – ohne dass diese Sehnsucht wirklich auf die Probe gestellt würde. LINK [€]
SWR Kultur, lesenswert, Gespräch von Kristine Harthauer mit Deniz Yücel, 23. Januar 2026. »Dass Menschen in verschiedenen Medien wahrnehmen, in verschiedenen Wahrheiten leben, und miteinander nicht mehr diskutieren. Und das ist so, wenn man in andere Länder guckt, zum Beispiel in die Türkei oder in die USA, wo diese Prozesse schon weiter fortgeschritten sind, dann sieht man auch, wohin diese Spaltung von Öffentlichkeit führt: nämlich zu einer existenziellen Bedrohung für die Demokratie. Und dagegen vorgehen kann man nicht, wenn man das einfach nur das beklagt, sondern versucht, diese Spaltung von Öffentlichkeit zu überwinden. Das ist unser Ansatz, mit den Mitteln eines ehrenamtlich arbeitenden Vereins, nicht mehr, aber auch nicht weniger.« LINK und AUDIO
Südwest Presse, Bericht von Marcus Golling, 23. Januar 2026. »Angst vor dem wirtschaftlichen Niedergang, vor Arbeitslosigkeit, vor einer unkontrollierten Zuwanderung, vor einer Machtübernahme der Rechtsextremisten, vor der Klimakatastrophe, vor Krieg. Über all das wird aus Sicht des PEN Berlin zu oft in abgeschlossenen Zirkeln diskutiert. Diesmal seien aber alle eingeladen, bei freiem Eintritt. Sprecher Yücel: ›Das größte Problem ist die Spaltung von Öffentlichkeit. Unser Ziel ist, soweit wir das können, an jedem Abend diese Spaltung zu überwinden, in Calw oder Bad Mergentheim, aber natürlich auch in Freiburg und Heidelberg.‹ Diese Absicht zeigt sich auch auf den Podien: Dort sitzen etwa der Soziologe Heinz Bude, der frühere Stuttgarter Grünen-OB Fritz Kuhn oder die Schriftstellerin Eva Menasse, aber auch Steffen Mayer, der Landesvorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, die BR-Journalistin Julia Ruhs oder die frühere AfD-Politikerin Joana Cotar.« LINK
Mannheimer Morgen, Interview von Stefan M. Dettlinger mit Deniz Yücel, 22. Januar 2026. »Wir sprechen über Demokratie nicht nur als Polarisierung, sondern auch als Spaltung von Öffentlichkeit. Mit der Reihe versuchen wir, vor Ort, Abend für Abend, diese Spaltung ein bisschen zu überwinden und so eine republikanische Öffentlichkeit herzustellen, in der jeder mitreden kann (…) indem wir keine Verbotsschilder aufstellen, sondern sagen: Jeder ist eingeladen, jeder kann alles sagen – nicht zu beliebigen Zeiten und nicht in beliebiger Länge, damit viele zu Wort kommen. Aber wir haben keine Angst vor dem freien Wort. Beim letzten Mal war das Ergebnis sehr kontrovers, aber zivilisiert. Und danach sagten die Leute: „Danke, dass Sie das ermöglicht haben. Wir hätten nicht gedacht, dass das überhaupt noch möglich ist.« LINK [€] und PDF
Berliner Zeitung, Bericht von Cornelia Geißler, 19. Januar 2026. »Die Autorenvereinigung PEN Berlin nimmt erneut ein Unbehagen in der Gesellschaft auf. Nachdem sie 2024 vor den Landtagswahlen in 37 ostdeutschen Städten von Annaberg bis Zwickau öffentliche Gespräche zum Thema Meinungsfreiheit organisierte, steht nun die Frage nach Heimat im Zentrum. Probleme, eine Wohnung zu finden, die unbefriedigende Verkehrssituation, die Gesundheitsversorgung, Kriminalität und Einsamkeit beschäftigen viele Menschen. ›All diese und weitere Ängste lassen sich in einem Motiv bündeln: die Angst vor dem Verlust des Vertrauten‹, schreibt PEN Berlin in der Ankündigung.« LINK
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