PM PEN Berlin: Heimatreihe, Extra-Ausgabe Ostdeutschland

Pressemitteilung vom 23. April 2026

Extra-Ausgabe der Heimatreihe in Ostdeutschland

Heimat
Grafik: Scholz & Friends/PEN Berlin

»Ist das noch|schon mein Land?«, fragt PEN Berlin am 29. April in Greiz, am 30. April in Neuruppin und am 5. Mai in Görlitz. Nach 41 Veranstaltungen mit 122 Mitwirkenden unter demselben Titel Anfang des Jahres in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – und vor Beginn der ähnlich umfangreichen Reihe in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, die im August und September stattfinden wird –, legen wir einen Zwischenstopp in den drei ostdeutschen Bundesländern ein, in denen wir im Sommer 2024 die vielbeachtete Gesprächsreihe »Das wird man ja wohl noch sagen dürfen« veranstaltet haben.

Damals lautete das Thema Meinungsfreiheit, nun heißt das Thema Heimat.

Unter dem (sehr deutschen) Wort Heimat können sich viele Menschen immer noch – oder wieder? – etwas vorstellen: in Milieus, in denen der Begriff seit eh und je beheimatet ist, in rechtsextremen Kreisen, die diesen Begriff zu vereinnahmen versuchen, aber auch links der Mitte. Was aber ist Heimat? Und mit Jean Améry formuliert: Wie viel Heimat braucht der Mensch? Was ist erforderlich, um sich zu beheimaten? Was gefährdet das Heimatgefühl? Wie geht Heimat im Plural?

Über all das möchten wir sprechen – mit den Gästen auf dem Podium und mit dem Publikum, das ein elementarer Bestandteil der Veranstaltungsreihe ist.

Am 29. April dürfen wir im ostthüringischen Greiz (Kulturzentrum 10aRium, Beginn 19 Uhr) Elisabeth Kaiser, SPD-Politikerin und Ostbeauftragte der Bundesregierung sowie die in Thüringen lebende Lyrikerin Romina Nikolić auf dem Podium begrüßen; am 30. April im Museum Neuruppin den langjährigen Bürgermeister der Fontanestadt, Jens-Peter Golde, sowie die Schriftstellerin und Dramatikerin Maxi Obexer; am 5. Mai im Theater Görlitz schließlich den Autor Marko Martin und die Görlitzer Kulturmanagerin Agnieszka Bormann.

»Wir finden es reizvoll, in die Orte zurückzukehren, in denen wir vor anderthalb Jahren mit der damaligen Gesprächsreihe gastiert haben, sagte PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel, der voraussichtlich bei allen Veranstaltungen vor Ort sein wird. »Einmal von außen irgendwo in der Provinz zu landen und dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, halten wir für nicht so gut. Und wir denken, dass sich die Leitfrage dieser Reihe – Ist das noch|schon mein Land?‹ – im Osten Deutschlands noch mal anders stellt als im Westen.«

Weitere Informationen zu den Veranstaltungsorten und Teilnehmer:innen finden Sie hier.

Also, Ostdeutschland: Reden wir über Heimat.

PEN Berlin. Wir stehen im Wort.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Ostbeauftragte
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